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Silberpokal – Start in eine gute Zukunft

Der DMV-Silberpokal – ein Novum! Genauer: Eine Erfolg versprechende Neuerung. Denn es ist die neue Krone im deutschen Clubsport und wurde von den Fahrern auch so gesehen.

Einen Sack Flöhe zu hüten kann man sich einfacher vorstellen, als die Findung eines gemeinsamen Reglements für die Fahrer der sehr unterschiedlichen Regionalserien.

Denn immerhin starteten in Urloffen 65 Fahrerinnen und Fahrer aus fünf Serien mit 26 Rennen im Jahr, quer durch ganz Deutschland, von West nach Ost und Nord nach Süd. Weite Reisen zum Ortenauring waren so keine Seltenheit: Es kamen Fahrer aus Berlin, Templin oder gar Görlitz – das waren dann Reisen von rund 2.000 Kilometer. Respekt!

Ein Problem gab es im Vorfeld mit der Kommunikation: Die Möglichkeit, bei freien Startplätzen nachzurücken, war nicht ausreichend bekannt und so wurde in keiner Klasse das Maximum ausgenutzt. Und prompt hörte man von Schraubern an diesem Wochenende „ja, wenn ich das gewusst hätte, wäre ich selbst gefahren. Aber ich dachte, ich darf nicht. Mir hat keiner was gesagt.“

Dass der RMSV Urloffen solche Finalveranstaltungen mit Bravour durchziehen kann, ist ja bekannt und jetzt kam ein neuer Jahreshöhepunkt im Clubsport hinzu, mit Fahrervorstellung im Festzelt mit Gastgeschenken und eine fulminante Siegerehrung mit Siegerkränzen, Pokalen, Geldpreisen (!) und Reifensätzen. Die Zufriedenheit der Teilnehmer war groß. Und sie sagten das auch. Bislang kannten die Clubsportfahrer solche Finalrennen ( a la Goldpokal) nur vom Hörensagen und jetzt waren sie in Urloffen mittendrin. Im Herbst 2009 soll es eine Neuauflage geben. Das haben die Chefs der Regionalserien in Urloffen beschlossen. Wo, das ist noch offen.

 

Klasse 1 mit Bambini, Rotax Mini Max, Honda 160

Der Berliner Bambini-Fahrer Richard Ebeling (Goldkart) war in beiden Rennen haushoch überlegen. Auf den zweiten Rang kam Luca Walter/Bermaringen mit Mach1, vor Luka Kamali/Alten-Buseck mit CRG. Vierter wurde Cosimo Citignola/Karlsdorf mit CRG, vor Benedikt Michels/Esch mit CRG.

 

Klasse 2 mit KF3, IcA-Junior, Rotax Junior

Der Tagessieg ging mit Doppelsieg an Daniel Stell/Knetzgau mit CRG/Vortex. Den zweiten Rang erreichte ebenso glatt Hendrik Zeiger/Sotzweiler mit Van/XTR, vor Marvin Kummer/Gückingen mit Maranello/Maxter). Platz vier ging an Kevin Schultheis/Speyer mit CRG/Rotax, vor Tobias Schmidt/Allensbach mit SwH/Iame.

 

Klasse 3 mit KF2, IcA-Senior

Der Tagessieg ging mit einem Sieg und einem zweiten Rang an den 52-jährigen Manfred Vogel/Kappelrodeck mit SwH/KZH! Platz zwei belegte Felix Brunnmüller/Ludwigshafen mit Gillard/Parilla, vor Thiemo Blumenstiel/Frankfurt (Sodi/Iame), der den ersten Lauf gewonnen hatte. Vierter wurde Peter Leible(CRG/Maxter)  -ein leibhaftiger Urloffener! Der fünfte Rang ging an Kai Müller/Lohfelden(37 Jahre) mit BirelTM.

 

Klasse 4 mit Rotax-Max/CS125

Mit einem Sieg und einem zweiten Platz ging der Tagessieg an Manuel Weineck/Böhl-Iggelheim (Birel/Iame). Tageszweite wurde Isabell Schäfer/Laufach (Maranello/Rotax), vor Rene Christall/Bad Friedrichshall (Top/Sonik), Janinie Pessl/Tuttlingen (SwH/Rotax) und Alfredo Corcia/Donaueschingen (Mach1/Iame). Corcia hatte berühmte Schrauber an seiner Seite: Vater und Sohn Zwelbar –beide(!) mehrfache Deutsche Meister!

 

Klasse 5 mit VT 250, VT400

Ganz klare Sache vom Training an für Timo Haug/Veringendorf mit M-Tec/Vampire. Zwei zweite Plätze brachten Michael Ponkratz/Wetzler (43 Jahre,Birel/Vampire) auf den zweiten Rang des Tages. Dahinter dann Harald Schreiber/Albstadt (MS/Honda), Axel Kulik/Endingen (39 Jahre,SwH/Vampire) und Olaf Zimmermann/Templin (VRK/B&S).

 

Klasse 6 mit Schaltkarts, 125ccm

Überlegen in beiden Rennen war Steffen Schönhals/Hanau (Birel/TM). Der zweite Rang ging an Nils Jung/Pohlheim (CRG/Maxter) vor David Meyer/Winsheim (Gillard/TM). Vierter wurde Silvio Baumgarten/Niederwiesa (35 Jahre, Birel/SGM) vor Eric Muhler/Bruchköbel (Maranello/TM).

Mit Erstaunen wurde registriert, dass das befürchtete Wettrüsten ausgeblieben ist – es waren kaum Fahrzeuge der großen Anbieter vor Ort. Wenn man sich auch über das Ausbleiben des Wettrüstens freuen kann, muss man doch feststellen, dass bekannte  Anbieter den großen CS-Markt wohl noch gar nicht erkannt haben. Dunlop war mit einem großen Truck anwesend, denn aus Gründen der Chancengleichheit war dieses Fabrikat – und zwar fabrikfrisch aus dem Truck- für alle Fahrer vorgeschrieben. Das hat funktioniert – wenn auch einige Fahrer aus finanziellen Gründen murrten. Oder hatten sie vielleicht doch auch andere Gründe, so wurde jedenfalls gemunkelt.  Erstaunt hat auch, dass eigentlich nur ganz wenig Gemecker zu hören war, bezogen auf das doch von fast allen Serien oft stark abweichende Silberpokal-Reglement. Die Techniker hatten also gute Arbeit geleistet. Für 2009 wird das Silberpokal-Reglement jetzt überarbeitet und soll schriftlich zur Kartmesse vorliegen.

Botho G. Wagner 

Alle Ergebnisse vom Silberpokal
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