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DMV Kart Championship zu Gast in Urloffen

Start der KF3
Start der KF3
Bambini A: Dennis Marschall
Bambini A: Dennis Marschall
KF2: Pascal Wehrlein
KF2: Pascal Wehrlein
KF3: Manuel Huber
KF3: Manuel Huber
KZ2: Stephan Ernst
KZ2: Stephan Ernst
Rotax Max Junior Sieger Julia Leopold
Rotax Max Junior Sieger Julia Leopold
Rotax Max Senior Sieger Tobias Holzhäuser
Rotax Max Senior Sieger Tobias Holzhäuser

Das badische Urloffen war Schauplatz des sechsten und vorletzten Rennwochenendes des DMV Kart Championship 2009. Der 840 Meter lange kurvenreiche Ortenauring verlangte den insgesamt 90 Teilnehmern bei besten Witterungsbedingungen noch einmal alles ab. Vor dem großen Finale im Rahmen des Goldpokals gab es in Urloffen keine großen Überraschungen.

 

Bambini A: Spitzenquartett rückt näher zusammen

Nach seinem Doppelsieg in Wittgenborn setzte Dennis Marschall (Schwabe Motorsport) auch in Urloffen seine Siegesserie fort. In beiden Rennen löste er sich von seinen Verfolgern und siegte deutlich. Hinter Marschall brannte dagegen die Luft. Im Prefinale konnte sich Kim-Luis Schramm (ADAC Sachsen e.V.) bis zur vorletzten Runde auf Position zwei etablieren, musste sich aber auf den letzten Metern den harten Angriffen von Alex Lambertz (MSC Odenkirchen) beugen und wurde somit Dritter. Auf den Rängen vier bis sechs kamen wie an der Perlenschnur gezogen Lukas Wenig (Schwabe Motorsport), Leonardo Momcilovic (Schwabe Motorsport) und Marcel Lenerz (TR-Racing) ins Ziel. Pech hatte Meisterschaftsleader Dario Mackenrodt, der nach einem Spoilerverlust dem Feld hinterher hechten musste und nur 16. wurde.

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild. Marschall war an der Spitze auf und davon.  Dahinter ging es wieder drunter und drüber. Wenig, Schramm, Lenerz, Lambertz und Momcilovic kämpften in einer Fünfergruppe um die letzten Plätze auf dem Podium. Zwei Runden vor Rennende kam es dann zum Showdown. Nach einem Gerangel zwischen Schramm und Lenerz, witterte Lambertz seine Chance, kollidierte aber mit Schramm, welcher sich dabei überschlug. Die Rennleitung entschied das Rennen sofort abzubrechen. Somit wurde die elfte Rennrunde als Endergebnis herangezogen und Lukas Wenig durfte als Zweiter neben Marschall auf dem Podium platznehmen. Dritter wurde Schramm vor Lenerz, Lambertz und Momcilovic.

Im Gesamtklassement spitzt sich die Lage vor dem Finale in Wackersdorf noch Mal zu. Die vier Führenden Marschall, Mackenrodt, Wenig und Schramm trennen nur wenige Zähler und haben allesamt noch berechtigte Chancen auf den Gesamtsieg.

 

Bambini B: Beckmann auf Titelkurs - Janzik feiert Doppelsieg

Meisterschaftsleader David Beckmann (TR-Racing) sicherte sich mit mehr als vier Zehntelsekunden Vorsprung die Pole-Position vor Teamkollege Gianni Janzik (TR-Racing) und der schnellen Lady Sophia Floersch (Ebert Motorsport).

Nach einer turbulenten Startrunde war es auch Beckmann, der das Feld vor Janzik, Floersch, Betsch und Beckhusen anführte. Der Hagener Beckmann konnte in den ersten Runden seinen Vorsprung kontinuierlich ausbauen; zur Rennmitte war Janzik aber wieder dran und machte Beckmann das Leben schwer. Fünf Runden vor Schluss nutzte Janzik die Gunst der Stunde und übernahm die Führung. Beckmann konnte zwar nochmals kontern, musste sich aber letztlich mit Rang zwei zufrieden geben. Auf einem sicheren dritten Platz überquerte Sophia Floersch gefolgt von Betsch und Beckhusen die Ziellinie.

Gianni Janzik hieß auch der Sieger im Finalrennen. Der Pilot des TR-Racing Teams verteidigte vom Start weg seine Spitzenposition und baute diese stetig aus. Dabei profitierte er auch von einen harten Kampf zwischen Floersch und Beckmann. Die Ladies Cup-Führende Floersch versuchte auf Biegen und Brechen Meisterschaftsleader Beckmann hinter sich zu halten. Zwei Runden vor Schluss musste sie sich aber den Angriffen von Beckmann beugen, zusätzlich empfand die Rennleitung die Abwehrversuche der Bayerin zu hart und bestrafte sie am Ende mit einer Zehnsekundenstrafe, wodurch sie bis auf Rang sechs zurückfiel. Rang drei erbte Mick Betsch vor Mike Beckhusen und Yannick Forschner.

Trotz seiner zwei zweiten Plätze führt David Beckmann die Gesamtwertung vor dem Goldpokal weiter deutlich an.

 

Rotax Max Junioren: Frauenpower siegt

Während die Führenden der Gesamtwertung Maximilian Gunkel und Mike Halder in Urloffen nicht am Start waren, sahen die zahlreichen Zuschauer an der Strecke wie Julia Leopold die Männer an der Nase herumführte.

Nach der Pole-Position im Zeittraining war die bis dato Dritte des Ladies Cup in beiden Rennen unschlagbar und sicherte sich ihre ersten Siege in dieser Saison. Aber auch dahinter waren im ersten Durchgang die Positionen schnell bezogen, so kam Nico Himmler (MCS Wittgenborn) vor Christopher Friedrich (Kartschule Racing Team), Stefan Locsmandi (Kartschule Racing Team) und Marvin Kummer als Zweiter ins Ziel.

Einen schlechten Start im zweiten Rennen legte Nico Himmler hin, der dadurch weit zurückfiel und das Ziel nur als Siebter sah. Rang zwei hinter Leopold ging somit an Christopher Friedrich vor Marvin Kummer, Stefan Locsmandi und Fabian Erle (Nees Racing).

 

Rotax Senioren: Titelentscheidung fällt zwischen Kreutz und Holzhäuser

Patrick Kreutz (Kartteam Kreutz) führte das Feld nach der schnellsten Zeit im Qualifying auch im ersten Rennen an und feierte nach 18 Rennrunden einen sicheren Sieg. Rang zwei ging an Christoph Ernst (Ernst Motorsport) vor Tobias Holzhäuser (TOM-TECH), der nach einem schlechten Start bis auf Rang fünf zurückfiel, sich aber wieder nach vorne kämpfen konnte. Die Top-Fünf komplettierten das Kartschule Racing Team-Duo Niels J. Kirpal und Manuel Krafft.

Im Finale gelang dem Meisterschaftsführenden Holzhäuser ein besserer Start und er verbesserte sich auf Position zwei. Wenige Meter später folgte dann der Angriff auf den Führenden Kreutz. Fortan war Holzhäuser uneinholbar an der Spitze und siegte. Kreutz begnügte sich mit Rang zwei vor Niels J. Kirpal, der Dritter wurde. Rang vier ging an Christoph Ernst gefolgt von Manuel Krafft.

 

KF3: Ungewohntes Bild an der Spitze

In der KF3 sahen die Zuschauer am Abend neue Gesichter auf dem Podium. Im Zeittraining markierte Freddy Killensberger (RS Motorsport) die schnellste Runde und verteidigte seine Führung auch im ersten Rennen. Einen verkorksten Start legte Meisterschaftsleader Jason Kremer (KSM Motorsport) hin, nach Rang fünf im Zeittraining musste er im Rennen einige Male den Weg durch die Wiese nehmen und sah letztlich das Ziel hinter Mario Ljubic (TR-Racing) als Dritter. Alexander Haug (Kart-Club Tenningen e.V.) und Manuel Huber (RBM Official Racing Team) komplettierten die Top-Fünf. Weniger gut verlief das Rennen für Marek Böckmann (KSM Motorsport), der auf Rang vier liegend mit Teamkollege Kremer aneinander geriet und nur 15. wurde.

Prefinalsieger Killensberger kämpfte im Finale mit Vergaserproblemen und fiel schon am Start ans Ende des Feldes zurück. Den Start gewann derweil Ljubic vor Haug und Kremer. Letzterer machte Ljubic zur Halbzeit das Leben schwer und übernahm kurzzeitig die Führung. Ljubic ließ aber nicht locker und konterte. In der letzten Runde kam es zur Kollision zwischen den Beiden wobei TR-Racing Schützling Ljubic auf Rang vier zurückfiel, während Kremer die Ziellinie dagegen als Erster überquerte. Die Rennleitung ahndete Kremers Manöver im Nachhinein jedoch mit einer Zehnsekundenstrafe und so war Manuel Huber überraschenderweise der strahlende Sieger. Rang zwei ging an Jonas Giesler (RBM Official Racing Team) vor Mario Ljubic, Michael Wiesner (TR-Racing) und Marcel Schilbach. Eine gute Aufholjagd legte Marek Böckmann hin, der als Sechster ins Ziel kam und somit den Titelkampf weiter offen hält.

 

KF2: Pascal Wehrlein eine Klasse für sich

Mit einer Zeit von 38,453 Sekunden setzte Pascal Wehrlein (KSM Motorsport) schon im Zeittraining die erste Duftmarke und stellte den bis dahin geltenden Bahnrekord für die Klasse KF2 ein. Mit einer ähnlichen Performance absolvierte er auch das Prefinale und sicherte sich mit einem Vorsprung von etwas weniger als vier Sekunden seinen achten Saisonsieg. Abgeschlagen auf Rang zwei kam Patrick Kappis (DMV Team Solgat) gefolgt von Fabian Kreim (MSC Rodenstein e.V.), Yannik Trautwein (Baral Racing) und Stephen Stumpf (Eurokart-CRG-Germany) ins Ziel.

Patrick Kappis legte im Finale den besten Start hin und führte das Feld an. Doch schon in der zweiten Runden musste er Wehrlein ziehen lassen und zusehen wie dieser zum neunten Mal das Ziel als Erster überquerte. Rang drei ging an Fabian Kreim vor Fabio Unverdruss (FAE Racing) und Yannik Trautwein.

Durch zwei weitere Siege konnte Pascal Wehrlein seine Gesamtführung weiter ausbauen und gilt schon vor dem Goldpokal in zwei Wochen als neuer Titelträger.

 

KZ2: Spannung bis zum Finale

Während Tabellenführer Pascal Fritzsche (M-Tec Kart) auf einen Start in Urloffen verzichtete, machten Stephan Ernst (DMV Team Solgat) und Tobias Wolf (BlackArrow Kart Racing Team) den Sieg unter sich aus. Im Zeittraining war noch Alexander Schmitz der Schnellste, musste aber im ersten Lauf für Stephan Ernst das Feld räumen. Dahinter etablierten sich Tobias Wolf vor Alexander Schmitz, Maik Siebecke (Team DMV) und Klaus Geilhausen (Team DMV), die allesamt ruhig ihr Rennen absolvierten.

Auch im Finale ließen die Schaltkartpiloten nichts anbrennen. Ernst siegte mit einem Respektabstand vor Wolf, Schmitz, Geilhausen und Tobias Zoll (Nees Racing). In der Gesamtwertung konnte Stephan Ernst somit Boden auf Tobias Wolf gut machen, die nun beide das Feld vor Pascal Fritzsche anführen.

Zum großen Finale kommt es nun am 26./27. September im Rahmen des traditionellen DMV Goldpokals. Austragungsort für das letzte Saisonrennen des Jahres, bei dem auch zahlreiche Gaststarter aus den DMSB- und ADAC-Championaten erwartet werden, ist das Prokart Raceland im bayerischen Wackersdorf.

Text: Timo Deck - www.motorsport-xl.de

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